Haferflockenbrei – ein veganes Powerfrühstück

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Für mich war schon als Kind das Frühstück die wichtigste Mahlzeit. Ich bin aufgestanden und der erste Gedanke war „Hunger“ ;)! Auch heute brauche ich in der Früh noch etwas, das mich munter macht, „wärmt“ und mir Kraft für einen arbeitsreichen Tag mitgibt, sowie länger satt macht im Vergleich zu einer Marmeladesemmel (obwohl natürlich so eine Marmeladesemmel von Zeit zu Zeit auch ein wahrer Genuss ist).

Alles diese Kriterien erfüllt für mich das folgende Rezept für zwei Personen und nebenbei schmeckt es mir wahrhaftig vorzüglich:

  • 1 Tasse (ca. 250 ml Inhalt) mit Haferflocken gemeinsam mit etwa der gleichen Menge Wasser sowie einem halben Teelöffel Zimt (und wer es mag einem halben Teelöffel Kakao) auf geringer Stufe kochen, bis die Haferflockenmasse die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
  • Nebenbei zwei Äpfel in Stücke schneiden und entweder roh lassen oder (bei empfindlichem Magen zum Beispiel) kurz in ein wenig Wasser separat auf geringer Stufe weichdünsten lassen.
  • Den Haferflockenbrei mit den Äpfeln anrichten und nach Belieben Haselnüsse und Rosinen hinzufügen.

Das ganz besonders tolle an diesem Rezept ist die Möglichkeit zu variieren, die für mich ganz wichtig ist:

  • Statt Äpfel passt wirklich jedes andere beliebige Obst auch dazu.
  • Gewürzt werden kann auch mit Kardamom oder aber es können Nelken in einer kleinen Teenuss mitgekocht werden.
  • Außerdem können die Nüsse weggelassen werden oder aber man nimmt statt Haselnüssen Cashewkerne oder Wahlnüsse – oder einfach beides gleichzeitig!
  • Auch jegliche Art von Trockenfrüchten kann genommen werden bzw. Marmelade oder eingekochtes Kompott.

Der Spielraum ist groß und so schmeckt der Haferflocken-Basis-Brei

das ganze Jahr über immer wieder wie ein neues Gericht!

Und egal, was man zum Brei hinzugibt, es ist wirklich nie eine trockene Angelegenheit! Auch auf zusätzlichen Zucker kann ich bei diesem Rezept verzichten, da das Obst süß schmeckt :)!

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Durchblutungsförderndes Efeuöl

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Efeuöl für Massagezwecke zu verwenden ist ein kleiner Geheimtipp, wenn man die Durchblutung der Haut anregen möchte. Die Haut wird durch die regelmäßige Massage mit Efeuöl „frischer“, „straffer“, aber dennoch „elastisch“! Auch bei einem wachsenden Babybauch ist es eine gute Pflegemöglichkeit.

Ganz abgesehen von der anregenden Wirkung des Efeuöls ist eine Massage mit hochwertigen Ölen von Zeit zu Zeit für jeden Hauttyp und auch für die Seele eine kleine Wohltat für Zwischendurch, die sich relativ gut in den Alltag integrieren lässt.

Anleitung:

  • Ungefähr 3 Handvoll frische Efeublätter werden in ein Glasgefäß gegeben und mit einem Liter Weizenkeimöl bedeckt.
  • Zwei bis drei Wochen soll das Öl nun an einem warmen Ort ziehen (im Sommer z.B. auf der Fensterbank mit Sonneneinstrahlung im Winter in der Nähe eines Heizkörpers).
  • Danach wird das Öl abgeseiht und auf circa 40 Grad in einem Topf erhitzt und man gibt 2 Esslöffel Honig dazu, der sich vollständig auflösen muss, bevor das Öl endgültig in Glasfläschchen abgefüllt werden kann.

Efeublätter gibt es das ganze Jahr kostenlos in der Natur, was sie für ein Pflegeöl sehr attraktiv macht. Am besten ist ihre Wirkung im Frühjahr!

Weizenkeimöl ist ein teures, aber sehr hochwertiges Öl, das sehr gut einzieht und bei mir persönlich das einzige Öl ist, das effektiv gegen trockene Haut hilft! Möchte man kein Efeuöl herstellen, kann ich es „pur“ trotzdem sehr für die Körperpflege empfehlen.

Man kann aufgrund des relativ hohen Preises von Weizenkeimöl auch anfangs eine kleine Menge (z.B. 1/4 Liter) kaufen, daraus Efeuöl herstellen und erstmal ein wenig ausprobieren, ob es der eigenen Haut gut tut.

Wäschewaschen mit Efeu

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Im Herbst sammle ich Rosskastanien und verwende diese solange zum Waschen unserer Wäsche, bis sie mir ausgehen.

Genau das ist vor ein paar Wochen passiert. Daher habe ich mich nach einer ähnlich effektiven Alternative umgeschaut und mich für Efeublätter entschieden. Und ich kann die guten Erfahrungsberichte, die ich gelesen habe, nur bestätigen.

Mit Efeublättern gewaschene Wäsche riecht gut und wird sehr sauber (sogar stark verschmutzte Arbeitswäsche). Efeu hat außerdem den Vorteil, dass man ihn vielerorts in der Natur finden kann, was ihn auch attraktiv für Menschen macht, die keinen eigenen Garten haben, wo er zum Bestand gehört. Man findet ihn zumindest in meiner Nähe auch leichter als einen Kastanienbaum, der genug Kastanien für ein ganzes „Waschjahr“ liefert.

Anleitung:

  • Für eine sehr volle Maschine Wäsche gebe ich 15 bis 20 saubere Efeublätter in ein Wäschenetz oder in ein Säckchen und gebe es in die befüllte Trommel.
  • Dort, wo das Flüssigwaschmittel normalerweise hineinkommt, kann man bei Belieben ein ätherisches Öl nach Wahl hineingeben (ca. 5 Tropfen genügen). Im Moment ist das bei mir „Fichte“ – in Kombination mit dem Efeugeruch ergibt sich ein so guter Duft nach Wald und Wiese.

Bei weißer Wäsche kann ins Waschmittelfach noch zusätzlich ein Teelöffel Waschsoda gegeben werden, um diese schön weiß zu halten. Ein wenig Waschsoda kann auch bei stark verschmutzter Wäsche nicht schaden, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte. Ich verwende jedoch wirklich nur die Blätter und komme bis jetzt sehr gut zurecht.

Waschen mit Efeublättern ist äußerst kostengünstig!

Was ihn aber im Vergleich zu Rosskastanien zu meinem absoluten „Waschliebling“ gemacht hat, ist, dass es so wunderbar schnell geht, ein paar Efeublätter zu sammeln, wenn man welche in seiner Nähe weiß!

Einem alten Haus Leben einhauchen

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Die Themen Nachhaltigkeit und Minimalismus beschäftigen mich ganz stark in allen Lebensbereichen. Und da gibt es auch das Thema „Wohnen“.

Wir haben uns dazu entschieden ein sehr altes, vergleichsweise kleines Haus (60m²) zu renovieren und zwar selber – also nicht: Firma kommen lassen, die alles einbaut und in zwei Tage ist alles fertig. Wir für uns haben diesen Weg gewählt, weil wir es lieben, Dinge selber zu machen, weil wir schon ein wenig Erfahrung in diesem Bereich mitbringen und auch, weil wir das große Glück haben, in unserem Familien- und Bekanntenkreis fachmännische Berater zu haben, wenn wir einmal nicht weiter wissen!

Es ist ein Projekt, das neben den ganzen anderen Verpflichtungen (Arbeit, Studium, soziale „Verpflichtungen“ usw.) oft nur sehr langsam voranschreitet, weil wir uns auch Zeit lassen damit und uns dafür mit vergleichsweise „wenig Komfort“ zufriedengeben. Das waren jetzt die Nachteile.

Die Vorteile für uns überwiegen aber definitiv.

  • Wir können mit unseren eigenen Händen so viel selber machen, was irrsinnig bereichernd ist und über jedes noch so kleine Stück, das vorangeht, freut man sich und ist dankbar.
  • Hin und wieder erhalten wir tatkräftige Unterstützung aus dem Familien- oder Freundeskreis und können nach getaner Arbeit dankbar zusammensitzen und den Abend genießen.
  • Bei einem kleinen Haus sind die Kosten für Renovierung und Instandhaltung (auch Heizung) geringer. Wie schon in meinem letzten Beitrag erwähnt, hat ein kleines Haus auch das Potenzial, uns dazu zu animieren, nichts aufzuheben, das wir nicht wirklich brauchen.
  • Außerdem finde ich es total schön, wenn ein altes ungeliebtes und ungenütztes Gebäude (und innerhalb weniger Kilometer Umkreis kenne ich Dutzende dieser Gebäude) wieder zum Leben erwacht und kein neues Land verbaut werden muss, um einer Familie Platz zu geben.

Leider hören wir von vielen Seiten auch:

  • Warum habt ihr euch für so eine Bruchbude entschieden?
  • Warum habt ihr euch nicht nach einem größeren Haus umgesehen?
  • Die Gegend, wo ihr wohnt, ist ja wohl sehr schön, aber ihr werdet das Haus sicher abreißen und neu bauen oder?
  • Das zahlt sich doch alles nicht aus.

Manchmal machen mich diese Kommentare noch traurig, weil ich finde, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden darf und soll.

Aber wie gesagt: FÜR UNS persönlich überwiegen die Vorteile!

Ausmisten: Baustelle Kleiderschrank

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Ich habe gerade wieder auf einem anderen Blog über das Ausmisten des Kleiderschrankes gelesen und habe mir gedacht, darüber könnte ich auch einmal erzählen.

Wir sind vor nicht allzu langer Zeit in ein kleines, sehr altes Häuschen gezogen (60 m² ohne Keller oder andere „Lagermöglichkeit“) und anfangs dachten wir, dass es mit Stauraum ganz schön knapp wird. Und zugegebenermaßen ist es mit dem Lagern von Baumaterial oder Holz (wir renovieren Stück für Stück) wirklich schwierig, weil die Stücke fürs Lagern im Haus oft zu groß sind und es draußen draufregnen würde, aber da haben wir uns schon eine Lösung überlegt…

Ansonsten aber hat sich dieses kleine Haus als eine derartige Inspiration entpuppt, wie ich es mir nie hätte träumen lassen. Ich bin noch nicht ganz fertig, aber ich habe schon so viel ausgemistet. Ich war und bin nach wie vor sehr erstaunt, wenn nicht gar entsetzt, wie viel Zeug sich angesammelt hatte. Und mit „Zeug“ meine ich nicht „tolle Sachen, die wir unbedingt zum Leben brauchen“, sondern wirklich Zeug, das wir eigentlich überhaupt nicht/nicht mehr brauchen.

Baustelle Nummer 1 war der Kleiderschrank

Ich hatte noch viele Sachen, die mir schon ewig zu kurz oder zu klein waren und viele Sachen, die ich einfach aus ästhetischen Gründen nicht mehr trage. Mir wurde es irgendwie so beigebracht, dass man Kleidung nicht wegschmeißt, weil man könnt sie ja noch brauchen… Und ja, Kleidung sollte man keinesfalls wegschmeißen, aber was nützt es mir, wenn ich tonnenweise Kleidung lagern muss, die mir einfach nicht passt oder zu unbequem ist und ich sowieso nur meine zwei Handvoll Lieblingsstücke rauf und runter trage? Auf jeden Fall habe ich alles, was ich nicht mehr brauche in den Kostnix-Laden gebracht. Ein bisschen mulmig war mir anfangs schon mit scheinbar so wenig Wäsche, die übrig geblieben war – einfach weil mir im Laufe meiner Sozialisation beigebracht wurde, „Angst zu haben, zu wenig zu haben“. Aber es gab einen entscheidenden Moment, der mir gezeigt hat, wie doof und unnötig dieses Gefühl in diesem Zusammenhang ist: Im Kostnix-Laden habe ich ein paar nette Menschen mit ihren Kindern getroffen und diese strahlenden Augen gesehen, als sie meine völlig intakten und gut gepflegten Kleidungsstücke für sich durchgesehen und probiert haben. Ich war so erleichtert diesen BALLAST los zu sein und so glücklich, dass er anderer Stelle kein Ballast sondern Bereicherung war. WIN-WIN!

Dazu ist mir wieder eingefallen: „Mehr SEIN als haben!“

PS: Ein paar alte Teile habe ich auch noch für ein paar kleine Upcycling-Ideen aufbewahrt und hoffe, dass es mit mir und der Nähmaschine noch wird…

Kartoffelchips

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Vor ein paar Tagen haben wir wieder für Kartoffelnachschub gesorgt – eigentlich für unseren kleinen Acker. Heute ist aber bei uns ein sehr verregneter Abend, den wir gemütlich drinnen verbringen.

Statt gekauften Chips, die oft die verschiedensten Zusätze enthalten oder sogar keine wirklichen Kartoffelscheiben sind, kann ich selbstgemachte Kartoffelchips nur wärmstens empfehlen. Für 2 oder 4 Personen ist es für 1 Mal essen kein extrem großer Aufwand und wenn man die Chips gemeinsam zubereitet, macht die ganze Sache noch mehr Spaß und Vorfreude aufs Knabbern :).

  • Die Kartoffel werden bei uns (mit Schale) in sehr dünne Scheiben geschnitten.
  • Die Scheiben werden in einer Schüssel mit ein wenig Öl vermischt und auf einem Backblech verteilt.
  • Bei 200 Grad werden die Scheiben dann für circa 15 Minuten im Ofenrohr gebacken.
  • Danach kommt noch Salz darauf und das Naschen geht los.

Die Backdauer ist von Herd zu Herd unterschiedlich, man sollte sich während des Backens in der Nähe aufhalten und immer einmal wieder kontrollieren, damit die Scheiben nicht schwarz werden. Wie viele Kartoffel man zubereitet, hängt ganz vom Hunger der Esser/innen ab.

Für extra fettarme Chips kann das Backblech mit Backpapier ausgelegt werden. In diesem Fall werden die Kartoffelscheiben OHNE Öl aufgelegt und gebacken. Schmeckt nicht ganz so „original“, ist aber trotzdem sehr lecker.

Für spannende Alternativen zu herkömmlichen Chips kann man mit den verschiedensten Gewürzen sorgen. Beim Vermischen der Kartoffelscheiben mit Öl gibt man einfach das oder die gewünschten Gewürz(e) hinzu, z.B.: Rosmarin, Oregano, Paprikapulver, Kümmel etc.

Dazu kann noch ein Dip auf der Basis von Tomatensauce zubereitet werden, wobei man wieder mit den verschiedensten Gewürzkombinationen experimentieren kann.

Guten Appetit :).

Kommunikation – 4 Seiten einer Botschaft

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Kommunikation braucht grundsätzlich eine/n Sender/in einer Botschaft und eine/n Empfänger/in einer Botschaft.

Wie man bei Paul Watzlawick im Buch „Menschliche Kommunikation – Formen, Störungen, Paradoxien“ nachlesen kann, ist jedes Verhalten, das wir an den Tag legen, Kommunikation. Auch wenn wir einmal schweigen oder uns ohne Worte nur mit Mimik oder Gestik ausdrücken, drücken wir doch immer irgendetwas aus!

Friedemann Schulz von Thun hat ein theoretisches Modell von Kommunikation entwickelt, bei dem es 4 Schnäbel und 4 Ohren gibt. Kurz zusammengefasst bedeutet das, das wir jede Botschaft, dir wir aussenden auf 4 verschiedene Arten meinen können. Unser Gegenüber kann aber diese Botschaft (unabhängig davon wie wir sie gemeint haben) auch auf 4 verschiedenen Ohren hören.

Es gibt also sowohl bei den Schnäbeln als auch bei den Ohren 4 „Ebenen“:

  1. Sach- oder Inhaltsebene: Hier geht es um die sachliche Information, die bei Botschaften übermittelt wird.
  2. Beziehungsebene: Hier geht es um die Beziehung, in der Kommunikationspartner/innen zueinander stehen.
  3. Appell: Hier geht immer darum, was ein Mensch vom anderen möchte, das dieser tut.
  4. Selbstoffenbahrung oder Selbstkundgabe: Hier geht es darum, was eine Aussage über den/die Sender/in aussagt.

BEISPIEL für EINE Aussage, die (wie jede Aussage!) mit MINDESTENS 4 Schäbeln „gesagt“ und mit MINDESTENS 4 Ohren „gehört“ werden kann:

„Das ist heute schon das dritte Mal, dass du deine Hausübung vergessen hast.“, sagt ein Lehrer zu seinem Schüler.

–> Seite des Senders/der Senderin einer Botschaft – was der/die Sender/in aussagen will:

  1. Sach- oder Inhaltsebene: Du hast heute die Hausübung zum dritten Mal vergessen.
  2. Beziehungsebene: Ich fühle mich von dir als Lehrer nicht ernstgenommen.
  3. Appell: Mach in Zukunft deine Hausübung.
  4. Selbstoffenbahrung oder Selbstkundgabe: Ich bin verärgert.

–> Seite des Empfänger/der Empfängerin einer Botschaft – was der/die Empfänger/in hört:

  1. Sach- oder Inhaltsebene: Ich habe heute die Hausübung zum dritten Mal vergessen.
  2. Beziehungsebene: Der Lehrer stellt mich vor der ganzen Klasse bloß.
  3. Appell: Ich sollte meine Hausübungen machen.
  4. Selbstoffenbahrung oder Selbstkundgabe: Der Lehrer macht sich genau Aufzeichnungen über meine Hausaufgaben.

Hinweis: Oft sind auch Äußerungen gar nicht eindeutig gemeint und mehrere Ebenen spielen zum tatsächlichen Verständnis auf beiden Seiten eine Rolle!

Anhand dieses einfachen Beispiels ist es bereits möglich, zu erkennen, wie komplex die Kommunikation zwischen Menschen ist! Kein Wunder also, wenn es immer wieder zu sogenannten Missverständnissen und in weiterer Folge zu Konflikten zwischen uns kommt.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es auch im Alltag (nicht nur in der Theorie) helfen kann, dieses Modell ein bisschen im Hinterkopf zu behalten! Vielleicht hilft es nicht in einer Situation selbst, aber es kann zumindest nach einem Gespräch zum Nachdenken über das Gespräch (und was womöglich darin schief gelaufen ist) helfen. Es kann helfen, das eigene Kommunikationsverhalten ein wenig zu überdenken und vielleicht anregen, manchmal etwas eindeutiger mit dem tatsächlich beabsichtigten Schnabel zu sprechen! Oder aber kann es (wie bei mir) dazu führen, dass man für sich erkennt, dass man auf einem oder zwei der vier Ohren sehr hellhörig ist und sich vielleicht allein deswegen schon oft Konflikte ergeben können. (Bei mir ist das Beziehungsohr sehr hellhörig und manchmal bekomme ich eine sachliche gemeinte Information auf der Inhaltsebene nicht ganz mit, weil ich mich irgendwie persönlich auf der Beziehungsebene betroffen fühle.)

Das ist natürlich nur eine ganz kurze vereinfachte Zusammenfassung des Modells von Schulz von Thun, aber vielleicht regt zum Reflektieren über sich und seine Kommunikation ein bisschen an. Darüber ausführlich lesen kann man im Buch „Miteinander reden 1 – Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation.“ von Schulz von Thun.

Spannend finde ich auch, dass das mit den Ohren sogar beim Lesen von Blogbeiträgen zutreffen kann 😉

4 Seiten einer Nachricht

4 Seiten einer Nachricht

Zitronenmelissensaft

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Das letzte verlängerte Wochenende haben wir im Garten verbracht, wenn es nicht geregnet hat. Unter anderem wurde unsere Zitronenmelisse ein bisschen umgesiedelt und daher habe ich eine riesige Ausbeute an Blättern ergattern können.

Für „meinen“ Zitronenmelissensaft braucht man:

  • 3 l frisch gezupfte Blätter
  • 4 l Wasser
  • 3 kg Zucker
  • 4 Zitronen
  • 20 g Zitronensäure

Man gibt die frischen Blätter in ein großes Gefäß (z.B. großer Topf, Tongefäß etc.). Dazu kommen die geachtelten Zitronenstücke. Danach übergießt man die Blätter und Zitronen mit 4 l heißem Wasser (so als würde man Tee zubereiten). Danach darf dieser Auszug abgedeckt an einem dunklen und kühlen (!) Ort für 48 Stunden ziehen.

Für das Abfüllen des Saftes braucht man einen großen Topf mit 5 l Fassungsvermögen – feiner ist, wenn man noch etwas größeres auftreiben kann, aber ich komme so gut zurecht. Ich nehme ein großes Edelstahlsieb und lege es auf den Topf. Darauf kommt noch ein durchlässiges Tuch. Dann schütte ich alles in das Sieb mit Tuch und kann dann das Tuch zusammennehmen und die darin aufgefangenen Blätter und Zitronenstücke noch einmal kräftig auspressen.

Die Flüssigkeit wird im Topf erhitzt und der Zucker darin aufgelöst. Am Schluss kommt Zitronensäure dazu und man kocht den Saft leicht auf.

Das war’s auch schon – er ist fertig zum Anfüllen in sterilisierte, saubere Gläser! Das Ergebnis sind 5  bis 6 Liter frischer Saft!

PS: Besonders lecker schmeckt der Saft, wenn man NICHT weißen Zucker verwendet! Außerdem habe ich bei meinem Rezept den Zucker überhaupt reduziert – er schmeckt daher viel „natürlicher“, einfach nach Zitronenmelisse! Verwendet man beim „Ansetzen“ noch mehr Zitronen, kann man sich auch die Zitronensäure sparen. Der Saft ist erfrischend an heißen Sommertagen :)!

Genügsamkeit

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Seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit Genügsamkeit und Konsumreduktion beziehungsweise übe ich mich einfach so gut, wie es geht darin. (Darauf möchte ich an anderer Stelle auch noch einmal näher eingehen.)

Ich habe immer alles (und noch viel mehr) gehabt, was ich gebraucht habe. Ich war aber zum Beispiel nie das Kind, das Markenkleidung getragen hat. Ganz im Gegenteil: Zuerst habe ich so gut es von der Größe her ging, die „alten“ Sachen meines Bruders getragen und später auch immer wieder von älteren Freundinnen oder Verwandten gebrauchte Kleidungsstücke geschenkt bekommen. Es gab aber auch einmal ein schönes neues Kleid oder ähnliches für mich. Erst in der Pubertät und als ich in einer Stadt in die Schule ging, habe ich überhaupt mitbekommen, dass es auch anders geht: Meine Klassenkollegen und Klassenkolleginnen haben größtenteils nur Markenkleidung getragen und jeden Tag in der Woche etwas Neues angehabt, das man dann meist nie mehr wieder am Körper der Person gesehen hat, weil der nächste Trend schon wieder im Kommen war.

Kleidung ist nur eines der vielen Dinge, die scheinbar in unserer Gesellschaft so wichtig sind. „Kleider machen Leute“, oder? Nein, wie ich finde…

Und überhaupt…ist es WIRKLICH wichtig, das neueste Auto zu haben oder die neueste Handtasche (oder was auch immer)? Kommt es nicht auf die Charaktereigenschaften und das Herz eines Menschen an?

Naja, also leider muss ich sagen, habe ich schon öfter die Erfahrung machen müssen, dass manchen Menschen tatsächlich sehr viel an diesen materialen Dingen liegt, bei sich selbst und auch bei anderen.

Ich finde es schön, wenn Menschen sich über ganz andere „Dinge“ definieren können und ein herzliches Lachen beeindruckt mich tausendmal mehr als ein Neuwagen :)!

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Waschen mit Rosskastanien

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Herkömmliches Waschmittel habe ich sehr lange nicht hinterfragt und wäre auch früher nicht auf die Idee gekommen, ein Bio-Waschmittel zu kaufen :/. Aber irgendwie hat meine Haut immer ein bisschen gejuckt, wenn ich ganz frisch gewaschene Kleidung trug und da begann ich ein wenig zu recherchieren.

Ich habe eine super NATÜRLICHE und KOSTENGÜNSTIGE Methode gefunden, unsere Wäsche sehr sauber und schön zu bekommen. Außerdem riecht sie so gut, dass der ganze Raum, wo sie aufgehängt ist, natürlich frisch duftet. Mein großes Bedenken, dass schlimmere Verschmutzungen nicht rausgehen, hat sich auch in Luft aufgelöst.

Seit Herbst 2014 wasche ich mit Rosskastanien. Im Herbst kann man sie vielerorts sammeln. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich bei uns kaum jemand um sie „kümmert“, außer vielleicht für Deko-Zwecke. Um die Haltbarkeit über den Winter und länger zu gewährleisten geht man am besten folgendermaßen vor:

Man gibt einige Kastanien in einen robusten Sack, verschließt ihn gut und schlägt mit einem Hammer auf die Kastanien ein – klingt ein bisschen verrückt, ist aber tatsächlich eine effektive und leicht durchführbare Methode, um die Rosskastanien zu zerkleinern. Desto kleiner sie nämlich sind, desto besser lösen sich die Saponine heraus, die für die Reinigung der Wäsche gebraucht werden. Danach kann man die mehr oder weniger großen Teile bzw. das Pulver ein bisschen in der Sonne oder auch in einem trockenen Raum trocknen lassen. Ich bewahre das Pulver danach in einem offenen Leinensack auf, so dass sich ja kein Schimmel bilden kann – das funktioniert super!

Für eine gut gefüllte Trommel gibt man am Vortag ca. 6 Esslöffel Pulver mit ungefähr 300 ml Wasser in ein Glas und lässt das ganze über Nacht (ca. 12-16 Stunden) ziehen. Hat man nicht so viel Zeit oder muss spontan gewaschen werden, kann man das Pulver auch mit heißem Wasser übergießen und kann es direkt verwenden. Mit einem Sieb seiht man den Waschsud, in das Fach der Waschmaschine, wo sonst auch das Waschpulver hineinkommt und gibt für einen guten Duft noch ca. 5-10 Tropen ätherisches Öl (z.B. Lavendelöl) hinzu. Man kann dieses Waschmittel für alle Farben und Temperaturen verwenden. Bei weißer Wäsche oder Wäsche mit starken Flecken (bei uns ist das Arbeitswäsche von einem Baumpfleger, die wirklich SEHR schmutzig ist und Sport- bzw. “Gartenwäsche“) kann/soll man bei Bedarf noch etwas Waschsoda hinzugeben, um auf Nummer sicher zu gehen. Unsere Textilien sind aus Baumwolle, Schurwolle und ein paar aus Kunstfaser und dieses Waschmittel funktioniert bei allen sehr gut. Wie es sich bei Seide oder sonstigen Materialien verhält, kann ich aus meiner Erfahrung leider nicht sagen. 

Demnächst möchte ich auch noch ein Efeu-Waschmittel ausprobieren, da mir langsam die Kastanien ausgehen. Efeu gibt es ja das ganze Jahr – ich bin schon gespannt und werde sicher meine Erfahrungen hier aufschreiben.