Schlagwörter

, , ,

Wie ich ja schon geschrieben habe, sind wir seit einem Jahr dabei ein altes kleines Holzhaus Stück für Stück zu renovieren. Jetzt kommt bald unser zweiter Winter hier und wir haben lange überlegt und geplant, wie es bei uns bezüglich des Themas „Heizen“ weitergeht. Wir haben einen Schornstein zur Verfügung – da unser Haus nur eine Etage hat, können wir (laut unserem Rauchfangkehrer) mit geeignetem Abstand bis zu 3 Einzelöfen anschließen oder eine Zentralheizung (z.B. einen Pelletsofen mit Pufferspeicher usw.).

Aufgrund des hohen Kosten-, Arbeits- und Platzaufwands, der der Einbau einer Zentralheizung für uns bedeuten würde (weil keine Heizungsleitungen etc. verlegt sind), haben wir uns für 2 Einzelöfen entschieden, die mit Holz beheizt werden.

Zugegeben, letzten Winter war uns schon ein wenig frisch bei den tiefsten Temperaturen, aber wir haben heuer bessere Voraussetzungen für eine gemütliche Zeit im Warmen:

  • Wir haben unsere paar Fenster erneuert und die Dämmung der obersten Geschossdecke ist gerade noch im Endspurt.
  • Außerdem haben wir vor, unseren Küchenherd, der letzten Winter das ganze Haus beheizt hat (oder es zumindest versucht hat), mit wärmespeichernden Steinen ein wenig umzubauen, damit er die Wärme länger speichern und langsam abgeben kann – zum Beispiel, wenn wir alle außer Haus sind oder eben während den Nachtstunden.
  • Und wir schließen einen zweiten Ofen an, damit auch die anderen Räume ausreichend erwärmt werden können. Der Küchenherd steht im großen Wohnraum und hat letzten Winter, die anderen Räume nur teilweise mitbeheizen können. Beim zweiten Ofen handelt es sich um einen kleinen Standkachelofen, der sicher gut Wärme speichert und abgibt.

Alles in allem sind wir dadurch, dass wir alles selber machen (Fenstertausch, Dämmung…) im Vergleich zum Einbau einer Zentralheizung viel günstiger davon gekommen und sparen uns auch einen großen Arbeitsaufwand.

Das Tollste an dieser Sache, dem Heizen, ist aber, dass ein ganz lieber Bauer in unserer Nähe uns bereits im Frühjahr angeboten hat, dass wir (hauptsächlich) Fichtenäste entasten, zusammenschneiden und ohne Gegenleistung zum Heizen mitnehmen dürfen. Es war viel Arbeit, aber dem Bauer und seiner Familie ist geholfen, wenn wir ein wenig von der „Aufräumarbeit“ übernehmen und wir können unsere Heizkosten senken und verbringen viel Zeit in der gesunden Waldluft. Außerdem ist in diesem Fall der Weg von der „Rohstoffquelle“ zum Ofen nur sehr gering und das Holz braucht keine weiterer Verarbeitung. Es trocknet einfach vor der Türe und bietet dazu noch „Wohnmöglichkeiten“ für Tiere!

Es ist auf jeden Fall ein ganz besonderes Gefühl, den Küchenherd das erste Mal im Herbst zu befeuern und diese Wärme, die mich an Omas Stube erinnert, zu spüren. Außerdem schmecken alle Speisen, die auf dem Holzherd gekocht werden bzw. in seinem Rohr gebacken werden, irgendwie so lecker! Wir lieben es!

Habt ihr auch einen Holzofen in euer Wohnung/eurem Haus? Kennt und mögt ihr diese spezielle Wärme, die von so einem Ofen ausgeht oder empfindet ihr das ganz anders für euch?

DSCN4486

DSCN4606

Advertisements