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Seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit Genügsamkeit und Konsumreduktion beziehungsweise übe ich mich einfach so gut, wie es geht darin. (Darauf möchte ich an anderer Stelle auch noch einmal näher eingehen.)

Ich habe immer alles (und noch viel mehr) gehabt, was ich gebraucht habe. Ich war aber zum Beispiel nie das Kind, das Markenkleidung getragen hat. Ganz im Gegenteil: Zuerst habe ich so gut es von der Größe her ging, die „alten“ Sachen meines Bruders getragen und später auch immer wieder von älteren Freundinnen oder Verwandten gebrauchte Kleidungsstücke geschenkt bekommen. Es gab aber auch einmal ein schönes neues Kleid oder ähnliches für mich. Erst in der Pubertät und als ich in einer Stadt in die Schule ging, habe ich überhaupt mitbekommen, dass es auch anders geht: Meine Klassenkollegen und Klassenkolleginnen haben größtenteils nur Markenkleidung getragen und jeden Tag in der Woche etwas Neues angehabt, das man dann meist nie mehr wieder am Körper der Person gesehen hat, weil der nächste Trend schon wieder im Kommen war.

Kleidung ist nur eines der vielen Dinge, die scheinbar in unserer Gesellschaft so wichtig sind. „Kleider machen Leute“, oder? Nein, wie ich finde…

Und überhaupt…ist es WIRKLICH wichtig, das neueste Auto zu haben oder die neueste Handtasche (oder was auch immer)? Kommt es nicht auf die Charaktereigenschaften und das Herz eines Menschen an?

Naja, also leider muss ich sagen, habe ich schon öfter die Erfahrung machen müssen, dass manchen Menschen tatsächlich sehr viel an diesen materialen Dingen liegt, bei sich selbst und auch bei anderen.

Ich finde es schön, wenn Menschen sich über ganz andere „Dinge“ definieren können und ein herzliches Lachen beeindruckt mich tausendmal mehr als ein Neuwagen :)!

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